August
2003

Radreise Französische Alpen – Provence

Auszug aus dem Reisetagebuch

Bergamont – Mailand -Valloire (110 km)

Gegen 5.30 Uhr treffen Johannes und ich uns am Flughafen in Köln/Bonn, wo wir unsere Fahrräder in die mitgebrachten Kartons verpacken. Meine beiden Wegbegleiter hatte ich über eine Reiseplattform im Internet kennengelernt. Wie immer werden wir beim Packprozess interessiert von Mitreisenden kommentiert. „Ah, ich wusste gar nicht, dass man das Fahrrad auch mit in den Flieger nehmen kann!“

 

Nach getaner Arbeit checken wir ein und genießen einen Kaffee in der Flughafenhalle. Gegen 6.30 Uhr startet unserer Flieger in Richtung Mailand. Das Wetter ist extrem klar, und wir haben einen grandiosen Ausblick auf die Alpen. Gegen 8.00 Uhr landen wir in Bergamont/Mailand, wo wir erleichtert unsere unversehrten Räder entgegennehmen. Nach knapp zwei Stunden sind wir dann endlich einsatzbereit und verlassen das Flughafengebäude. Bergamont liegt etwa 50 km östlich von Mailand. Und nach einigem Herumirren treffen wir auf einen ca. 60 Jahre alten Rennradfahrer, der uns bereitwillig die Strecke Richtung Mailand erklärt. Da unsere Italienischkenntnisse eher unterdurchschnittlich sind, kommt es schnell zu Verständnisproblemen. Daher übernimmt der freundliche Herr kurzerhand die Führung unserer Gruppe und begleitet uns ein Stück und bringt uns dann auf den richtigen Weg.

Das Wetter ist heiß und der Himmel ist komplett wolkenfrei. Leider haben alle Geschäfte und Tankstellen geschlossen. Wir haben keine Möglichkeit, unsere Wasservorräte aufzufüllen. Zum Glück kommen wir nach dutzenden Kilometern an einem kleinen geöffneten Kiosk vorbei, wo man uns etwas kaltes Leitungswasser gibt. Die Strecke nach Mailand führt durch eine flache und landwirtschaftlich stark genutzte Ebene. Nach knapp 50 km kommen wir über eine vielbefahrene vierspurige Schnellstraße, die bis in das Zentrum Mailands führt. Schnell finden wir das kolossale Mailänder Bahnhofsgebäude, wo wir erst einmal erschöpft bei Mc Donalds einfallen und etwa 1,5 Liter Cola trinken. Anschließend legen wir uns in den Schatten eines großen Bäumes und genießen die Siesta.

 

Gegen 15Uhr kommt mit Anna aus München, unsere dritte Mitreisende an. Bei einer weiteren kalten Cola und Snacks bei Mc Donalds kommen planen wir die weitere Route, und ich habe sofort, das Gefühl, dass wir drei gut zusammenpassen werden. Nach der Stärkung brechen wir dann in Richtung Valloire auf. Der Weg aus Mailand zieht sich extrem in die Länge, der Autoverkehr und der damit verbundene Lärm und Schmutz ist fast unerträglich. Wir kommen an einer großen Metrofiliale vorbei, wo ich vergebens nach einer passenden Campinggaskartusche für meinen Kocher suche. Die weitere Strecke nach Valloire ist landschaftlich nicht sehr abwechslungsreich, aber dafür ist die Straße super ausgebaut und lädt zum Kilometerfressen ein. Die norditalienische Sonne brennt gnadenlos auf uns nieder, und wir machen mehrere Getränkestops, um unsere Wasservorräte aufzufüllen.

 

Gegen 18 Uhr kommen wir dann in dem überschaubaren, aber im Vergleich zu Mailand viel entspannteren Stadtzentrumvon Valloire an, wo wir schnell in einer Pizzeria einkehren. Kurz nach unserer Ankunft füllt sich das Restaurant mit einheimischen Gästen. Wir genießen die erste Pizza in Italien und erfreuen uns an der isotonischen Wirkung des italienischen Bieres. Da es keinen Campingplatz im Umkreis gibt, nutzen wir die Sanitäranlagen des Restaurants, um uns zu waschen. Nach dem Essen machen wir uns auf die Suche nach einem Nachtlager. Der Wind nimmt stark zu, und ein heftiges Gewitter steht bevor. Immer schneller rasen wir entlang der Landstraße auf der Suche nach einer geeigneten Wiese. Die ersten Blitze sind am Horizont zu sehen. An einem Waldweg biegen wir rechts ab und bauen in Rekordzeit unsere Zelte auf. In den letzten Sekunden bricht ein starker Platzregen aus, begleitet von heftigen Donnerschlägen. Wir verkriechen uns in die Zelte und schlafen trotz des starken Unwetters schnell ein.

 

Valloire – Cassagne – Tourin (110 km)

Gegen 6 Uhr wache ich auf und betrachte die dichten Nebelschwaden über der nassen Wiese. Wir packen unsere komplett durchfeuchteten Zelte ein und fahren weiter. Die Morgenluft ist wunderbar frisch und kühl. Nach etwa 10 km kommen wir an einem kleinen Dörfchen vorbei, wo wir uns bei einem Bäcker mit Frühstück eindecken. Auf einem angrenzenden Marktplatz frühstücken wir in der wärmenden Morgensonne und planen unsere weitere Route nach Casale. Gegen 10 Uhr machen wir uns auf den Weg. Die Strecke verläuft extrem flach durch die weite Poebene, einer stark von Agrarwirtschaft dominierten Region. Die Strecke lädt daher ein zum schnellen Fahren, abwechselnd fahren wir im Windschatten des Vordermannes. Die hohen Temperaturen und das schnelle Fahren sind anstrengend und wir sehnen uns nach einer Pause. Nach ca. 85 km erreichen wir Cassagne und machen Halt an einem großen Supermarkt, wo wir unsere Zelte zum Trocknen auslegen. Nach einem ausgiebigen Mittagessen (Müsli, Brot, Bananen, Snickers, Cola, Milch) legen wir uns für eine Stunde unter einen Baum und machen Siesta. Trotz der Pause, sind wir sehr erschöpft. 

 

Gegen 16.30 Uhr machen wir uns weiter auf den Weg nach Turin, um die letzten 25km hinter uns zu bringen. Die letzten Kilometer fahren wir auf einer Art Autobahn, um möglichst schnell in das Zentrum zu kommen. Im Zentrum beginnt die Suche nch dem einzigen Campingplatz der Stadt. Nach ca.1,5 std. Suche, werden wir dann endlich in die richtige Richtung geschickt. Unser Weg führt uns quasi durch die halbe Stadt, bis wir endlich ein Schild finden. Leider liegt der Campingplatz auf einer Anhöhe und die Straße steigt mit ca. 12% an. Total erschöpft erreichen wir den Platz, wo uns eine alte Dame empfängt. Total verschwitzt und erschöpft bauen wir unsere Zelte auf und holen uns erst einmal ein eiskaltes Bier. Nach einer kalten Dusche gehen wir in das campingplatzeigene Restaurant, wo wir leckere Nudeln essen und dazu eine Flasche Weißwein geniessen. Danach fallen wir erschöpft in unsere Zelte.


Turin – Susa – Oulx (75 km)

Schon beim kunsprigen Croissant vor dem Zelt kündigt sich beständiges Hochdruckwetter an. Noch einmal genießen wir den weiten Blick vom Campingplatz über das Dächermeer von Turin und entschließen uns dann in Richtung Briancon weiterzufahren. Die Abfahrt vom Campingplatz macht viel Spaß und wir freuen uns auf die heutige Etappe. Leider schmerzt mein linkes Knie heftig, und ich befürchte Schlimmes für die bevorstehende Alpenüberquerung. 

 

Langsam kämpfen wir uns durch das Verkehrchaos der Stadt hinaus und der störende Autoverkehr wird weniger. Unser Weg führt uns in Richtung Tusa, und die Landschaft wird abwechslungsreicher, da wir jetzt bereits die ersten Ausläufer der französischen Alpen vor uns sehen. Beständig folgen wir dem Tal des Dora Riparia, ein Nebenfluss des Pos. Die Sonne brennt gnadenlos auf uns nieder, und es weht nicht die leichteste Brise. Nach ca. 55 km erreichen wir Susa und lassen uns in einem kleinen Stadtpark direkt neben der imposanten Steinkathedrale des Orts nieder. Unter den schattenspendenden Bäumen sitzen viele Schüler, die ihr Mittagessen verzehren. Wir decken uns mit Pizza und kalter Cola ein und lassen die Seele baumeln. Nach einigem Herumfragen erfahren wir, dass der nächstgelegene Campingplatz in dem etwa 20 km entfernten Ort, Oulx ist.

Das Susatal beginnt ab hier seinen steilen Anstieg hinauf in die höchsten Regionen der französischen Zentralalpen. Mächtig steigt die Straße an, und schweißgebadet kämpfen wir uns hinauf. Belohnt werden wir durch schöne Ausblicke auf das unter uns liegende Susatal. Die folgenden 20 km gehen stetig berauf, und lange Streckenteile führen durch Tunnel. Trotzdem sind wir überaus froh, endlich in den Bergen zu sein und nicht nur durch eine Ebene fahren zu müssen. Für die knapp 20 km brauchen wir über drei Stunden. Das letzte Stück ist jedoch eine wunderschöne, rasante Abfahrt nach Sauze d’Oulx die wir in vollen Zügen genießen.

 

Erschöpft erreichen wir den Campingplatz, wo wir unsere Zelte errichten und die luxeriösen Duschen nutzen. Da der campingplatzeigene Supermarkt nur wenig Auswahl bietet, fahren Johannes und ich noch in Richtung Oulx Zentrum. Leider sind unsere Beine von der gestrigen Etappe dermaßen ermüdet, dass die kurze Strecke in die Innenstadt zu einer Höllenqual wird. Im Einkaufszentrum bleiben uns gerade mal 5 Minuten, bevor dieses schließt. Total unterzuckert und dehydriert greifen wir uns schnell noch einen kalten Trinkjoghurt und einen Marsriegel. Johannes holt in einem Take-away für uns alle Pizza, die wir in nur wenigen Minuten verspeisen. Danach lassen wir uns auf den Plastikstühlen des Campingplatzrestaurants nieder und trinken noch ein kaltes Bier.

 

Oulx – Montgenèvre – Briancon (40 km)

Um 8 Uhr werden wir von den ersten Sonnenstrahlen geweckt. Wir klettern aus unseren Zelten und genießen das wunderschöne morgendliche Bergpanorama. Nach einem gemütlichen und ausgiebigen Frühstück in der morgentlichen Sonne bauen wir unsere Zelte ab. Gegen 10 Uhr verlassen wir den Platz, und bereits jetzt hat die Sonneeinstrahlung durch die Höhenlage eine beachtliche Intensität erreicht. Wir fahren der Hauptstraße entlang bis wir durch das schöne Zentrum von Ounx kommen. Hinter dem Dorfzentrum steigt die Straße mit ca. 6-8 % Steigung an, und wir gewinnen schnell an Höhe. Die Landschhaft wird immer hochalpiner.

 

Wir erreichen die Grenze Frankreichs, was wir für einen kurzen Fotostop nutzen. Anschließend geht es weiter hoch nach Montgenèvre. Der Wintersportort liegt auf einer Höhe von etwa 1800 m, und wir bestaunen die riesigen Liftanlagen. Hier muss im Winter deutlich mehr los sein als im Spätsommer. Geschafft machen wir Pause in einer kleinen Bar und trinken eiskaltes Heineken. Nach der ausgedehnten Mittagspause geht es dann auf einer rauschenden Abfahrt fast 10 km hinunter. Immer wieder halten wir an, um das gewaltige Bergpanorama der cottischen Alpen zu bestaunen. Hinter einer weitern Kurve zeigt sich der atemberaubende Ausblick auf die alte Zitadelle auf einem steil abfallenden Bergsporn.Im Touristenzentrum des alten Stadtkerns von Briancon erfragen wir die Lage der Campingplätze der Stadt. In kurzer Zeit erreichen wir einen schönen schattigen Platz und bauen unsere Zelte auf. Anschließend gehen wir zum platzeigenen Swimmingpool und lassen uns geschafft auf den gemütlichen Poolliegen nieder. Vom Pool aus hat man einen hervorragenden Blick auf das imposante Gebirgsmassiv. 

Nach knapp drei Stunden am Pool melden sich unsere Mägen und wir fahren zum 500 Meter entfernten Champion Supermarkt, wo wir endlich eine Gaskartusche bekommen. Am Campingplatz kochen wir uns eine riesige Portion Nudeln und fallen gegen 22Uhr steinmüde in unsere Zelte.

Briancon – Col de Lautaret – Col de Galiber – Saint-Juan ( 85 km)

Gegen 6.30 Uhr stehen wir auf und sind etwas durchgefroren von der überraschend kühlen Nacht. Nach einem schnellen, aber nährstoffreichen Müslifrühstück brechen wir auf und verlassen den Platz. Unser Weg führt uns zurück hinauf in das alte Stadtzentrum von Briancon, die fast 13% Steigung kosten uns viel Kraft. Vom alten Stadtkern aus folgen wir dann der D1091 in nordöstlicher Richtung des Col de Lautarets.

Die ersten 20 km der Stecke verlaufen durch das flache Tal der Guisane. Das Wetter zeigt sich deutlich kühl und regnerisch, wodurch unser Tempo etwas gedrosselt wird. Viele Rennradfahrer sind bereits unterwegs und grüßen überaus freundlich. Vor dem eigentlichen Passanstieg durchfahren wir noch ein kleines Bergdorf, in dem viele Rennradfahrer ihre Tour beginnen. Hinter dem Dorf beginnt dann der eigentliche Passanstieg. Der Anstieg zum Col de Lautarets ist mit knapp 8 % Steigung moderat, aber aufgrund unserer hohen Gepäckzuladung zeigt mein Tacho selten mehr 8 Km/h. Der Anstieg bietet uns wunderschöne Ausblicke auf die hochalpinen Gipfel und die Kargletscher. Nach etwa 15 km erreichen wir erschöpft die Passhöhe, welche auf einer Höhe von 2000 m liegt. An einem Brunnen machen wir halt und genießen das eiskalte Gebirgswasser. Zwei italienische Rennradfahrer sind total aus dem Häuschen, als sie unsere schwer beladenen Räder sehen und bieten uns an, ihre knapp acht Kilogramm schweren Carbon-High-Tech Flitzer auszu- probieren. Nach diesem für uns demotivierenden Gewichtsvergleich ziehen wir uns in ein Cafe zruück und trinken noch eine kalte Cola, bevor wir auf den Col de Galiber fahren. Die Passtraße ist eine wichtige Trennlinie zwischen den Departments Savoie im Norden und Hautes-Alpes im Süden.

Der offiziell fünfthöchste Asphaltpass der Alpen wird jetzt zunehmend schmaler, und es herrscht glücklicherweise kaum Autoverkehr. So bieten sich uns fantastische Ausblicke auf die Gletscherfront des Mont Blanc Massivs. Für die knapp acht Kilometer brauchen wir fast zwei Stunden, aber die imposante Landschaft zieht uns voll in den Bann. Trotz der extremen Anstrengung erreiche ich ein körperliches Flowgefühl. Die Cumuluswolken sind zum Greifen nahe und der seichte Wind streicht über die Hochgebirgsmatten. 

Erschöpft, aber super glücklich erreichen wir die Passhöhe des berühmten Col de Galibers (2680m/über NN). Eine große Gruppe holländischer Rennradtouristen applaudiert lautstark, als wir mit unseren schwer bepackten Stahlrössern die Anhöhe erreichen. Hier oben ist es leider auch deutlich voller als auf dem Weg hinauf, und jeder Autofahrer möchte selbstverständlich auch ein Selfie mit dem berühmten Passschild der Tour de France ergattern. Als Radfahrer fällt uns zu dieser Meisterleistung leider nur ein müdes Lächeln ein. Aber wir lassen uns unsere Hochstimmung nicht vermiesen, sondern genießen den einmaligen Rundumblick auf das ausgedehnte Gebirgspanorama. Es bietet sich uns freie Sicht auf den Barre de Ecrins und die Meije. Die beiden Gipfel erheben sich hier aus einem wild zerküfteten Gletschermeer.

Dann erspähen wir zwei Radreisende, die sich gerade auf der anderen Seite des Passes nach oben kämpfen. Nachdem auch sie die Passhöhe erreicht haben, nutzen wir die Zeit für einen kleinen Erfahrungsaustausch. Sie wünschen uns viel Spaß auf der knapp 20 km vor uns liegenden Abfahrt.

Wir ziehen unsere Windjacken und Helme an und brausen los. Die Nordseite des Col de Galibies ist durch eine schroffe Landschaft charakterisiert. Wir geben ordentlich Gas und mein Tacho zeigt beachtliche 65 km/h. Mit abnehmender Höhe wird die Vegetation wieder grüner, und schnell erreichen wir die Nadelbaumgrenze. Unser Weg führt uns durch Vallentino, ein hässlicher Wintersportort, in dem gerade eine große Autoshow stattfindet. Hinter dem Ort steigt die Straße nochmal etwas an und führt durch den Wald zum kleinen Col de Telegraph (1500 m/Höhe).

Die nächsten 20 km werden von einer wunderschönen quer durch den Wald verlaufenden Abfahrt dominiert. Wir genießen es, die steilen Serpentinen hinunterzusausen und den Fahrtwind in den Haaren zu spühren. Am Fuße der Abfahrt liegt das Dorf San Maurino, wo wir einen Supermarkt aufsuchen, um uns die wichtigsten Lebensmittel für unser Abendessen zu besorgen. Als wir endlich den Campingplatz erreichen, sind wir jedoch total schockiert über den Zustand des Platzes. Die Duschen sind in heruntergekommenen Baucontainern untergebracht, und der Untergrund besteht aus grobem Schotter. Wir entscheiden noch etwas weiter zu fahren. Die letzten 15 km nach Saint-Juan (480 m Höhe) fliegen nur so an uns vorbei. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 40 km/h ist die Strecke in weniger als 30 Minuten erledigt. Berauscht von der langen Abfahrt und von den Impressionen des Tages bauen wir kurz vor Einbruch der Dunkelheit unsere Zelte auf dem schönen Platz auf. Nach einer besonders wohtuenden heißen Dusche, kochen wir uns köstliche Spaghetti Bolognese auf unserem Gaskocher. 

Anschließend gehen wir noch zur Bar und trinken ein paar kalte Biere. Der Barmann erzählt uns, dass ein schweres Unwetter für die kommende Nacht vorausgesagt ist. Kurz nachdem wir in unsere Zelte krabbeln, beginnt es auch schon zu stürmen und zu regnen. Schnell hauen wir noch die letzten Heringe der Sturmbespannung in den Boden und fallen trotz des tossenden Unwetters in einen tiefen Schlaf

Saint – Juan – Grenoble (125 km)

Am nächsten Morgen erwachen wir gegen 8 Uhr und betrachten das Unheil, dass der Sturm auf dem Platz angerichtet hat. Unser Frühstück vorm Zelt wird von einem dunkelgrauen und bedrohlich wirkenden Himmel begleitet. Da keine Wetterbesserung in Aussicht steht, packen wir unsere nassen Zelte ein und machen uns rasch auf den Weg in Richtung Grenoble. Durch den rapiden Wetterwechsel sind auch die Temperaturen deutlich abgesunken, und wir müssen in unseren dicken Fleecepullovern und den Regenjacken fahren. Die Strecke führt uns weiter durch die immer breiter werdenden Trogtäler in Richtung Grenoble.

Plötzlich fängt es an wie aus Eimern zu regnen, und wir schlüpfen noch schnell in die Regenhosen. Abwechselnd fahren wir im Windschatten des Vordermannes, um dem starken Gegenwind zu endkommen, und schaffen trotz der wiedrigen Wetterverhältnisse eine Duchschnittsgeschwindigkeit von über 40 km/h. Schnurgerarde verläuft die Strecke entlang eines Flusses. Leider haben wir jedoch wenig übrig für die schöne Landschaft, da es zu stark regnet. Der Wasserspiegel in meinen Radschuhen erreicht schnell die maximale Zuladung. Warum habe ich denn eigentlich die blöden Überschuhe nicht eingepackt?! Komplett durchnässt und erschöpft erreichen wir Montchaboud, wo wir auf einem fast verlassenen Campingplatz Halt machen und uns erst einmal für eine halbe Stunde unter die heißen Duschen retten.

Anschließend fahren wir hinauf in das alte Stadtzentrum, wo wir in einer berühmt berüchtigten französischen Pferdewettbar einen heißen Kaffee trinken. Da der Regen zu unserem Bedauern leider nicht weniger wird, sind wir gezwungen weiterzufahren. Nach knapp einer Stunde klart der Himmel dann endlich auf, und der Regen lässt nach. Die Landschaft Richtung Grenoble entfernt sich immer weiter von der herben Hochgebirgsszenerie. Die Täler werden allmählich breiter, und die Straße ist in einem super Zustand. Wir kommen schnell vorran. Die letzten 20 km nach Grenoble ziehen sich dann jedoch gewaltig, und wir merken, dass uns die lange Regenfahrt doch stark erschöpft hat.

Endlich erreichen wir das Zentrum von Grenoble, wo wir an einer Tankstelle ein paar Snickers kaufen, um der schnell voranschreitenden Unterzuckerung entgegenzuwirken. Auf der breit ausgebauten Citytangente geht es hinein in das Zentrum der ca. 150.000 Einwohner großen Stadt. In einer Polizeistation erkundigen wir uns nach der Lage eines Campingplatzes. Man schickt uns in einen weit entfernten östlichen Randbezirk der Stadt. Dort angekommen erfahren wir jedoch, dass es hier keinen Platz mehr geben würde, aber es gäbe jetzt einen anderen Platz auf der anderen Seite der Stadt.

Nach über einer Stunde quälender Sucherei erreichen wir dann endlich den ersehnten Platz und errichten unsere Zelte. Nach einer erneut bitter notwendigen heißen Dusche machen wir uns auf die Nahrungssuche. Wir wollen heute jedoch nicht mehr kochen, sondern lieber einkehren. Nahe eines hässlichen Einkaufszentrums finden wir eine kleine Imbissbude, deren Angebot jedoch nicht zu unserem Kalorienbedarf passt. Leider fängt es zur gleichen Zeit wieder gewaltig an zu regnen, so dass wir erst einmal warten müssen. Bei der nächsten kurzen Regenpause brausen wir los und finden nach einigem Suchen eine kleine, nett aussehende Pizzeria, wo noch gutes altes Slow-Food serviert wird. Leider ist der Laden aber dermaßen überfüllt, dass wir nur noch ein Plätzchen unter dem Regenvordach ergattern können.

Wir genießen die großen leckeren Pizzen und trinken kühlen franzöischen Weißwein. Leicht angetrunken und total erschöpft schaffen wir es gerade noch, die Bezahlprozedur mit dem Kellner abzuwickeln. Überglücklich klettern wir in unsere Schlafsäcke und fallen schnell in einen tiefen Schlaf.

Grenoble – Le Molard – Saint -Disdier – Col de Fiestre- Montemir (105 km)

Am nächsten Morgen haben wir wieder das Vergnügen, unsere komplett durchnässten Zelte einzupacken. Wir nehmen daher unser Frühstück an der Campingplatzbar zu uns. Hier wird bereits am frühen Morgen von einigen hartgesottenen Dauercampern fleißig Rotwein getrunken. Während des Frühstücks entschließen wir uns dazu, heute bis in das 100 km entfernte Montélimar im Rhontal zu fahren.

Nach 10 km Stadtrundfahrt schaffen wir es dann endlich, die Stadtgrenze von Grenoble hinter uns zu lassen. Eine kleine Straße führt von hier aus steil hinauf in südlicher Richtung mitten durch einen schattigen Wald. Glücklichweise hat sich das Wetter stabilisiert, und die Sonne lacht.

Wir gewinnen beständig an Höhe und haben einen weiten Blick auf das unter uns liegende Grenoble. Anschließend geht es weiter steil bergauf, und erschöpft erreichen wir Vizille, wo wir nach einigem Suchen in einem kleinen geöffneten Marche einkaufen. Die D529 folgt nun für 22 km dem Flusstal der Drac. Stetig steigt die kleine Departmentsraße an, und das Vorankommen ist sehr anstrengend. Unsere Anstregungen werden jedoch belohnt, durch wunderschöne Ausblicke auf den gewaltigen Monteynard Stausee. Total erschöpft von der Steigung und den heißen Temperaturen erreichen wir den kleinen Ort Le Molard.

In einem kleinen Supermarkt erwerben wir Unmengen von kalten Getränken und Snickers. Die ältere Dame hinter dem Tresen kann sich das Lachen über unsere Einkaufswahl kaum verkneifen. Nach einer ausgedehneten Mittagspause unter einem schattigen Baum radeln wir weiter.

Wir kommen in ein breites Tal, in dem die kleine Straße einem abwechslungsreichen Wechsel von bergauf und bergab folgt. Die schnellen Abfahrten führen durch verträumte Wälder und durch urige südfranzösische Steindörfer. Der Blick auf den Tacho zeigt jedoch, dass wir noch fast 40 km Strecke vor uns haben und auch noch einen Pass queren müssen.

Endlich stoßen wir auf die D937 die dem immer enger werdenden Talverlauf des Dracs folgt. Mittlerweilt ist es bereits nach 18 Uhr und die Straße steigt wiederum stark an. Extrem erschöpft erreichen wir endlich den verwunschenen Ort Saint – Disdier am Fuße des Dévoluy-Massivs. Nachdem wir den schönen Dorfkern durchquert haben, erreichen wir dann endlich die Auffahrt zum Col de Fiestre. Mit der festen Erwartung, dass dies der letzte Anstieg für heute sei, treten wir nochmal richtig kräftig in die Pedale und mobilisieren unsere letzten Reserven.

Nach etwa zwei Kilometen bergauf fahren wir nochmals durch ein weiteres schnuckeliges Bergdorf, welches von den kahlen Gebirgskämmen umgeben ist. Die Uhr zeigt mittlerweilt 20 Uhr, und die Sonne ist fast untergegangen. Die Temperaturen fallen rapide ab. Die letzten drei Kilometer ziehen sich wir Kaugummi, und wir sind völlig erschöpft. Um Punkt 21 Uhr erreichen wir dann endlich den Col de Fiestre, wo wir trotz einbrechender Dunkelheit die traditionellen Gipfelfotos machen. Flott schalten wir unsere Lampen an, ziehen uns die dicken Fleecepullover und Regenjacken an, und wappnen uns so für die lange Abfahrt.

Die Abfahrt ist unbeschreiblich schön, und wir haben die kleine Straße komplett für uns allein. Man muss schon sagen, dass es ein ganz spezielles Erlebnis ist, einen Alpenpass in kompletter Dunkelheit hinunterzufahren. Dadurch, dass Vollmond ist, bietet sich uns zudem heute ein speziell mysteriös anmutender Ausblicke auf die Gebirgsmassive. 

Nach etwa 15 km biegt die Straße dann links ab, und wir erreichen endlich Montemir, wo wir am Ortsausgang den einzigen Campingplatz finden. Auf dem Weg zum Platz fahren wir an einem Gemeindezentrum vorbei, wo eine ausgelassene Hochzeitsparty im Gange ist. Am Campingplatz finden wir eine Rezeption, die jedoch nicht besetzt ist, daher errichten wir schnell unsere Zelte unter den großen Bäumen, die den Platz umgeben. Schockiert sind wir über den Zustand der spartanischen Sanitäranlagen des Platzes. Außerdem scheint es keinerlei Supermarkt oder Restaurant weit und breit zu geben.

Total ausgehungert irren wir zurück zu der Hochzeitsfeier und fragen dort, ob wir etwas zu essen bekommen könnten. Aufgrund unserer nur mäßigen Französischkenntnisse missversteht man unsere Bitte und schickt uns in den den Dorfkern, wo es ein offenes Restaurant geben soll. Der Dorfkern ist wirklich idyllisch und erinnert mich stark an die Bergdörfer in Korsika. Doch leider hat das einzige Restaurant geschlossen. Wir treffen zwei Franzosen, die in einem Keller an ihren Rädern rumschrauben und fragen sie, ob sie uns mit etwas zu Essen aushelfen könnten. Mit einem mitleidvollen Blick bringt uns einer der Jungs eine Rolle Kekse und eine Flasche kaltes Wasser. Wir bedanken uns herzlich, doch leider reichen die Kekse nicht ansatzweise, um unseren Bärenhunger zu stillen. 

Verzweifelt laufen wir zurück zu der Hochzeitsparty und versuchen nochmals nach Essen zu fragen. Der Wein fließt hier mittlerweile in Strömmen, und die Stimmung scheint ekstatisch zu sein. Einige der Partygäste scheinen dann aber doch Mitleid mit uns zu haben und führen uns in die Küche. Hier füllt man uns 1,5 Liter eiskalten Rosewein in eine Plastikflasche und gibt uns einige Pfirsiche, etwas Brot und Wurst. Überglücklich ziehen wir uns zurück auf unseren Platz, setzen uns erleichtert an einen Tisch und genießen die leckere Wurst und den schönen kalten Wein. Der Sternenhimmel ist unbeschreiblich schön, da hier so gut wie keine Lichtverschmutzung herrscht

 

Montemir – Monêtier-Allemont – Sisteron – Manosque (105 km)

Gegen 8.30 Uhr wachen wir auf und nehmen eine warme Dusche. Da es auf dem Platz, wie beschrieben leider keinerlei gastronomische Angebote gibt, müssen wir uns heute mit Honigkuchen und Plätzchen zum Frühstück begnügen. Nach dem Frühstück packen wir unsere Sachen zusammen und fahren zurück in das alte Dorfzentrum. Die D20 zweigt rechts vom Dorfzentrum ab und steigt nochmal ordentlich an. Unsere Beinmuskeln sind total ausgepowert von der langen Etappe des Vortags, aber wir genießen trotzdem die wärmenden Sonnenstrahlen. Die kleine Schotterstraße windet sich weiter hinauf durch eine wilde Schlucht. Hier fällt deutlich auf, wie die Anzahl der mediterranen Pflanzen sukzessive in der Vegetationsdecke zunimmt. Uns erreichen die vielen duftenden Kräuterarten der mediterranen Spezies. 

Die letzte Passhöhe von 1100 m ist schnell erreicht, und wir genießen einen weiten Ausblick. Von nun an geht es lange bergab, wir machen jedoch öfters Halt um den weiten Ausblick auf das Voralpenland zu genießen. Die weitere Strecke führt uns durch traumhaft schöne und urige alte Bergdörfer mit blühenden mediterranen Vorgärten. Ständig müssen wir anhalten, um die schöne Szenerie auf uns wirken zu lassen.

Gegen Mittag treffen wir dann in Monêtier-Allemont ein, wo wir beim örtlichen Bäcker zum Glück noch etwas Baguette vom Vortag ergattern können. Auf der Terrasse einer kleinen Bar nehmen wir einige Kaltgetränke zu uns und machen im Anschluss eine Siesta auf einer Steinmauer unter einem großen schattigen Baum. 

Danach entscheiden wir uns von nun an die große Nationalstraße zu fahren, da wir möglichst schnell in Richtung Mittelmeer wollen. Mit einer Geschwindighkeit von über 35 km/h fliegen die Kilometersteine schnell an uns vorbei. Gleichzeitig bereitet es uns einen riesigen Spaß, nach etlichen Bergetappen endlich mal wieder richtig Gummi geben zu können. Schnell erreichen wir die malerische Altstadt von Sisteron. In der im Tal der der Durance gelegenen Stadt fließen die beiden Zuflüsse des des Buech und der Sasse zusammen. Der Ort mit dem Beinamen „Porte de la Provence“ (‚Tor zur Provence‘) liegt an der Grenze der Dauphine zwischen zwei Gebirgszügen Baume/Gache und den Montagnes de Lure/Moulard. Sisteron zieht durch sein Klima (300 Sonnentage im Jahr), seine artenreiche Landschaft, seine Gewässer und seinen Flughafen zahlreiche Touristen an. (siehe Wikipedia; Sisteron) Hoch über der Altstadt thront die alte Zitadelle und unterstreicht die historisch strategische Lage des Ortes als Übergang zwischen Alpen und Mittelmeer.

Nach einem ausgedehnten Spaziergang durch die kleinen Gässchen der Innenstadt entscheiden wir uns, weiter bis nach Montemir zu fahren, welches weitere 38 km entfernt liegt. Die folgenden 38 km stellen sich jedoch als eine große Herausforderung heraus, da der Wind von vorne bläst und die Strecke hügelig ist.

Erschöpft erreiche ich das Zentrum von Manosque, wo ich mich zuerst erst einmal unter einen schattigen Baum lege und auf meine beiden weit zurückgefallenen Mitreisenden warte. Nachdem die beiden erschöpft eintrudeln, verschlägt es uns sofort in Richtung McDonalds. Hier stillen wir unseren bemerkenswerten Hunger mit Unmengen von Junk-Food.

Im Anschluss fahren wir zum Campingplatz, und zusammen errichten wir unsere Zelte und erfreuen uns an den erfrischend kühlen Duschen.

Manosque – Mostiner-Sainte-Marie – Gorge du Verdon – Comps-sur-Artury (110 km)

Gegen 8 Uhr rollen wir vom Platz. Es ist noch angenehm kühl, aber es zeichnet sich bereits ab, dass uns ein ein heißer mediterraner Spätsommertag bervorsteht. Uns verschlägt es heute in Richtung der berühmten Schlucht der Verdon, und daher führt uns unsere Strecke auch wieder hinauf in die Berge. Die kleine Departmentstraße D953 steigt kontinuierlich an. Links und rechts von uns liegen blühende wild duftenden Lavendelfelder, und wir werden begleitet vom permanenten Summen der Bienen und Hummeln. Die Route führt uns durch pittoreske kleine provenzialische Orte, die wir bislang nur von Postkarten und Gemälden kannten. Unser besonderes Interesse gilt der Ort Allemagne-en-Provence. 

Um die Mittagszeit erreichen wir den auf dem Hochplateau von Valensole gelegene Ort Mostiner-Sainte-Marie. Der malerische kleine, von Olivenhainen und Lavendelfeldern eingeschlossene Ort liegt am Eingang der Verdonschlucht. Wir schieben unsere schwer bepackten Räder hoch hinauf durch die kleinen Gässchen der wunderschönen Altsadt und sind beeindruckt von dem provenzialischen Flair. In einem touristisch stark überfüllten Cafe essen wir ein ausgedehntes Mittagsessen. Nach einer guten Stunde Siesta geht es weiter. Die Staße führt hinunter zum großen Lac de St-Croix. Der Anblick des smargadfarbenen Wassers zieht uns dabei magisch an. Wir überqueren den See über eine alte Steinbrücke und beobachten sehnsüchtig einige Kanufahrer, die sich ihren Weg in die Schlucht hinein bahnen. 

Für uns geht es jetzt jedoch auf der D71 wieder gnadenlos bergauf. Die Sonne brennt mit voller Intensität auf uns nieder, und die Vegetation wandelt sich zunehmend in die typische mediterrane Maccia. Nach einem kräftezehrenden Anstieg erreichen wir das kleine Örtchen Aiguines, wo wir entspannt durch die schöne Altstadt radeln. Von hier aus zieht sich die Straße immer weiter den Berg hinauf, und es bieten sich uns weite Ausblicke auf den kleiner werdenden Stausee. Nach einer schier endlosen Kletterei führt die Straße dann endlich in die Schlucht hinein. Glücklicherweise sind die Straßen so eng, dass die Autos gezwungen sind, extrem langsam zu fahren. Fast hinter jeder Kurve bieten sich uns unfassbar schöne Ausblicke in den tiefen Canyon des Flusses. Der teils reißende Fluss hat sich im Verlauf der letzten Jahrmillionen stark in den weißen Jurakalk eingeschnitten und bildet eindrucksvolle Flussmäander. Speziell Kayakfahrer, aber auch andere Outdoorfans kommen aus aller Welt um diese eindrucksvolle Schlucht zu erkunden. 

Die Straße folgt einem anspruchsvollem Hügelprofil und die hohe Sonneneinstrahlung macht uns schwer zu schaffen. Am Straßenrand esse ich meine letzten Notreserven, um meinen Hungerast wenigstens etwas zu stillen. Danach fahren wir über eine imposante Brücke, die den hier extrem tiefen Schluchtabschnitt überquert. Kurz danach steigt die Straße wieder mächtig an, da wir jetzt die Schlucht entgültig verlassen. Der extrem steile, fast fünf Kilometer lange Anstieg schraubt sich gnadenlos den Berg hinauf, und wir stehen kurz vorm Aufgeben. Das letzte Stück der Steigung führt uns durch eine bizarr anmutende Savannenlandschaft, die durch das untergehende Sonnenlicht schön illuminiert wird.

Endlich erreichen wir den höchsten Punkt des Tages, wo wir mit einem genialen Weitblick belohnt werden. Die letzten 10 km führen uns durch eine unberührte Dünenlandschaft, und wir genießen die letzten Kilometer Abfahrt, die uns bis ins Dorfzentrum von Comps-sur-Artury bringt. Hier besorgen wir uns noch einige Dinge in einem kleinen urigen Supermarkt. Der Zeltpatz scheint um diese Jahreszeit komplett ausgestorben zu sein, aber wir finden schnell einen schönen Platz für unsere drei Zelte. Unter einem eindrucksvoll klaren Sternenhimmel sitzen wir anschließend bei Pasta und kalten Bier vor unseren Zelten und lassen die Erlebnisse des Tages Revue passieren.